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Regionale Wirtschaftsförderung: Neues EU-Netzwerk zur KMU-Förderung und „small business act“ der EU



Am 07.02.2008 startete die Europäische Kommission im Rahmen des EU-Förderprogramms für Wettbewerb und Innovation ihr neues Unternehmensnetzwerk „En-terprise Europe Network“. In diesem Netzwerk werden mit über 500 regionalen Kontaktstel-len in 40 Staaten europaweit die Vorgängernetzwerke „Euro Info Centres“ und „Innovation Relay Centres“ gebündelt. Es soll insbesondere die Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Industrie, Handel und Handwerk vorantreiben und die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und sonstigen Forschungseinrichtungen fördern. Allein in Deutschland sind zu diesem Zwecke 54 regionale Partner miteinander vernetzt. Darüber hinaus kündigte die Kommission ihren „small business act“ für Juni 2008 an. Ziel dieser Gesetzesinitiative ist eine stärkere Einbindung von KMU in die Entscheidungsfindung der EU, die bessere Nutzung des Wachstumspotenzials von KMU sowie die Erleichterung ihres Zugangs zum Binnenmarkt und zu öffentlichen Aufträgen. Die diesbezügliche Online-Konsultation läuft noch bis 31.03.2008.

Nach den Kriterien der EU gelten alle Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von weniger als 50 Mio. € als KMU, wobei öffentliche Unternehmen, d.h. auch kommunale Unternehmen, unabhängig von ihren Mitarbeiter- und Umsatzzahlen grundsätzlich keine KMU sind. Unter diesen Voraussetzungen gibt es EU-weit nur 40.000 Unternehmen, die nicht in diesen Bereich fallen. Mithin sind 99% der Unternehmen im Uni-onsgebiet KMU, von denen 98% weniger als 50 und 90% sogar weniger als zehn Mitarbei-ter beschäftigen. Bisher sind nur 8% der KMU insgesamt grenzüberschreitend tätig.

Die Kommission hat daher am 07.02.2008 in Brüssel offiziell ihr neues Unternehmensnetz-werk mit dem Namen „Enterprise Europe Network“ (EEN) gegründet. Das EEN bündelt die früheren Netzwerke der „Euro-Infozentren“ und der „Verbindungsbüros für Forschung und Technologie“ und besteht aus über 500 regionalen Kontaktstellen in 40 europäischen Staaten. Die Finanzierung erfolgt u.a. aus den Fördertöpfen des EU-Förderprogramms für Wettbewerb und Innovation (CIP). Durch dieses neu geschaffene Netzwerk erhalten Unter-nehmen zukünftig individuelle Förderung aus einer Hand, wobei die vor Ort jeweils zustän-digen Organisationen des neuen Netzwerks umfassend eingebunden sind. Das EEN ist im Internet unter

http://ec.europa.eu/enterprise-europe-network


erreichbar und bietet u.a. die folgenden Dienstleistungen:

-    Unterstützung beim Schritt zur internationalen Tätigkeit,
-    Förderung von Innovationen und Geschäftsmöglichkeiten im Binnenmarkt,
-    Hilfe beim Zugang zu EU-Projekten und Finanzierungsmöglichkeiten und
-    Sammlung von Feedback für Entscheidungsträger.

Die deutschen Partner des Netzwerkes finden sich nach Bundesländern aufgeschlüsselt unter:

http://www.enterprise-europe-network.ec.europa.eu/countries/germany_en.htm.

Das EEN ist Teil des politischen Gesamtkonzepts der Kommission zur Förderung der un-ternehmerischen Initiative und des Wachstums von Unternehmen in Europa, in dessen Kontext auch der für Juni 2008 angekündigte „small business act“ der EU fällt. Diese Ge-setzesinitiative hat zum Ziel, KMU an zentraler Stelle bei der Entscheidungsfindung in der EU zu berücksichtigen und ihren Zugang zum Binnenmarkt und zu öffentlichen Aufträgen zu erleichtern. Hierzu sollen konkrete Maßnahmen zur Nutzung des Wachstumspotenzials von KMU und neue Initiativen zur Verringerung der Verwaltungslast für KMU ergriffen wer-den. Außerdem soll KMU die Mobilisierung notwendiger Human- und Finanzressourcen erleichtert werden und schließlich sollen sie Unterstützung bei der Bewältigung der Heraus-forderungen Globalisierung und Klimawandel bekommen. Die diesbezüglich von der Kom-mission am 31.01.2008 eingeleitete Online-Konsultation läuft noch bis 31.03.2008 und ist unter

http://ec.europa.eu/enterprise/entrepreneurship/sba_de.htm

abrufbar. Das der Konsultation zugrunde liegende Papier beschäftigt sich im Wesentlichen mit den Bereichen „Zugang der KMU zum Binnenmarkt“ sowie „Zugang der KMU zu Finan-zierungsmöglichkeiten, Qualifikationen und Innovation“ und zielt auf eine verstärkte Umset-zung KMU-relevanter politischer Grundsätze der EU und eine bessere Abstimmung der EU-Rechtsetzung auf die KMU.

Weitere Informationen zur KMU-Politik der EU insgesamt finden sich auf dem KMU-Portal der EU unter
http://ec.europa.eu/enterprise/sme/index_de.htm.




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