Es dient dem gegenseitigen Kennenlernen und einfach zu Begegnungen in einer herzlichen Atmosphäre - das Begegnungscafé für alle Einheimischen und Neuzugezogenen im Landkreis Rhön-Grabfeld, welches einmal im Monat in Bad Neustadt stattfindet.
Darüber hinaus haben zuletzt die Bewohner der Asylunterkunft in Fladungen gemeinsam mit den Ehrenamtlichen, die sich vor Ort engagieren, zu einem ganz besonderen Austausch eingeladen: ein internationales Begegnungscafé. Rund 35 Menschen aus Afghanistan, Algerien, Armenien, der Elfenbeinküste, Ghana, Kuba, Somalia und der Ukraine nutzten die Gelegenheit, ihr Lebensumfeld vorzustellen, miteinander ins Gespräch zu kommen und auch Dank auszusprechen.
Herausforderungen und Wünsche thematisiert
In einer offenen und von Musik aus verschiedenen Ländern begleiteten Atmosphäre entstand ein lebendiger Dialog. Neben persönlichen Begegnungen wurden dabei auch Herausforderungen und Wünsche thematisiert. Die Idee zur Veranstaltung stammt von Monika Muck aus Bischofsheim, die sich seit Längerem ehrenamtlich engagiert und wöchentlich Deutschunterricht in der Unterkunft anbietet.
Gemeinsam mit ihrem Mann war sie 17 Jahre im Missionsdienst in Afrika tätig. Sie weiß also aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es ist, sich in einer fremden Kultur zurechtzufinden. Ihr Anliegen ist es, die Menschen beim Ankommen zu unterstützen und Brücken in die Gesellschaft zu bauen.
Viele folgten der Einladung
Das Begegnungscafé wurde im Vorfeld gemeinsam vorbereitet. Im Rahmen des Sprachunterrichts sind organisatorische Fragen geklärt worden. Also von der Planung über die Aufgabenverteilung bis hin zur Einladung der Gäste. Der Einladung folgten zahlreiche Akteure aus dem Umfeld der Unterkunft: Der neue Fladunger Bürgermeister Gert Manning mit den Stadträtinnen und Stadträten, Kaplan Dr. Titus Ojonyi, die Integrationslotsin des Landkreises Rhön-Grabfeld, Jessica Wolf, Flüchtlingsberater Eike Dombrowski, Schulleiterin Sabine Thanisch sowie Vertreterinnen und Vertreter örtlicher Einrichtungen, Vereine, Ehrenamtliche und Nachbarn.
Bildunterschrift: Bei Kaffee, Tee und einem vielfältigen, internationalen Buffet mit selbst zubereiteten Speisen entwickelten sich zahlreiche Gespräche beim Begegnungscafé
Nach einer Vorstellungsrunde berichteten einige Bewohner von ihrem Herkunftsland, ihrem Leben in Fladungen und den Herausforderungen im Alltag. Auf einem Plakat hatten sie ihre Anliegen sichtbar gemacht. Dazu zählen unter anderem der Wunsch nach Zugang zu Sprachkursen, eine Arbeitserlaubnis, Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche sowie ein respektvolles Miteinander ohne Vorbehalte. Die Gäste zeigten sich aufmerksam und interessiert. Monika Muck regte in diesem Zusammenhang an, Patenschaften in der Bevölkerung aufzubauen, um die Integration gezielt zu begleiten.
Bei Kaffee, Tee und einem vielfältigen, internationalen Buffet mit selbst zubereiteten Speisen entwickelten sich zahlreiche Gespräche. Der persönliche Austausch stand dabei im Mittelpunkt. Am Ende waren sich alle einig: Das Begegnungscafé hat Raum für Verständnis geschaffen und den Wunsch geweckt, diesen Dialog fortzusetzen.
Dieses Miteinander wäre ohne das engagierte Wirken der Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen. Ihr Einsatz schafft Tag für Tag die Grundlage für gelingende Integration vor Ort.
Bildunterschrift: Ein harmonisches und herzliches Miteinander herrschte beim Internationalen Begegnungscafé in Fladungen. (Fotos: Manfred Bach).