Auf Weisung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration (StMI) führte die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried im Landratsamt Rhön-Grabfeld eine Stabsrahmenübung durch. Bei solchen Übungen werden Führungs- und Leitungskräfte mit ihren Stäben beübt, real sind keine Kräfte im Einsatz.
Rund 130 Personen waren als Übende und Einspieler der Einsatzlagen am Dienstag aktiv in die Übung involviert.
Fiktiv wurde der Fund einer 500 kg schweren Fliegerbombe zwischen Herschfeld und Dürrnhof gemeldet. Der Kampfmittelräumdienst war mit der Entschärfung beauftragt. Vorher mussten rund 730 Bürgerinnen und Bürger sowie über 500 Patienten im Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt evakuiert werden. Vor allem für die Verlegung der Patienten war massive überregionale Unterstützung gefragt. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Landkreisverwaltung arbeitete im Landratsamt und wurden von Fachberaten und Verbindungsbeamten aus der Feuerwehr, des Sanitäts- und Bergungsdienstes, des Technischen Hilfswerks, der Polizei und dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr unterstützt. Die operativ-taktische Stabsarbeit wurde am Atemschutzzentrum in Salz von Kräften der Feuerwehr, dem Bayerischen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerks OV-Mellrichstadt und der Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Klinikeinsatzleitung abgebildet. In der Übungsleitung waren neben der Integrierten Leitstelle Schweinfurt, der Regierung von Unterfranken, dem Sprengkommando des Freistaats Bayern, den Stadtwerken und dem Überlandwerk Rhön alle Fachschaften vertreten.
Das Ausbildungsteam der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried zog ein positives Fazit. Die Übung habe gezeigt, dass die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen im Landkreis Rhön-Grabfeld und darüber hinaus sehr gut funktioniere. Landrätin Sonja Rahm bedankte sich vor allem bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich für diese Übung Zeit genommen haben und betonte: „Eine konstruktive, organisationsübergreifende Zusammenarbeit aller Behörden, Fachdienste und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ist für ein funktionierendes Krisenmanagement essentiell. Im Ernstfall zählt die gemeinsame Schlagkraft. Und genau diesen Schulterschluss leben wir.”
Kontinuierliche Übung und Vorbereitung sind unerlässlich. Davon sind alle Beteiligten überzeugt. Die Erkenntnisse aus der Übung fließen nun in die weitere Optimierung der Einsatzplanung ein, damit der Landkreis auch künftig bestmöglich auf außergewöhnliche Schadenslagen vorbereitet ist.
Foto: Steffen Pfeiffer.
