Mit einem feierlichen Festakt wurde das Schullandheim Bauersberg offiziell als Umweltstation ausgezeichnet. Genauer: Aus dem Studienhaus Geographie/Geologie wurde nun die BNE-Umweltstation Wasser + Erde. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Bildung und dem Schullandheimwerk würdigten dabei die Entwicklung des traditionsreichen Hauses und die engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten.
In ihren Grußworten blickten Geschäftsführer der Schullandheim Hobbach-Bauersberg gGmbH Markus Seibel sowie Jochen Heilmann, Vorstandsmitglied des Schullandheimwerks Unterfranken e. V., auf den langen Weg bis zur Anerkennung als Umweltstation zurück. Sie erinnerten daran, dass das Projekt mit dem Rückzug der Stadt Schweinfurt mitten in der Corona-Pandemie beinahe gescheitert wäre. Erst durch die Übernahme der Einrichtung durch die Sparkasse sei eine erfolgreiche Zukunftsperspektive entstanden. Die Anerkennung als Umweltstation bezeichneten beide als die „Krone dieser Entwicklung“ und als sichtbares Zeichen dafür, dass sich Beharrlichkeit und gemeinsames Engagement auszahlen.
Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung außerschulischer Bildungsorte hervor. Neben der Wissensvermittlung gehe es vor allem um die „Herzensbildung“ junger Menschen – ein Auftrag, der am Bauersberg in besonderer Weise erfüllt werde. Die neue Umweltstation verbinde Naturerlebnis, Nachhaltigkeit und Persönlichkeitsentwicklung auf vorbildliche Weise.
Landrätin Sonja Rahm sprach allen Beteiligten ihren Dank aus. Insbesondere dem Schullandheimwerk Unterfranken, der Sparkasse sowie dem gesamten Team des Bauersbergs. Die Umsetzungsstärke der Akteure in Rhön-Grabfeld zeige immer wieder, dass auch in schwierigen Zeiten komplexe Herausforderungen gemeinsam erfolgreich gemeistert werden könnten.
Bischofsheims Erster Bürgermeister Georg Seiffert bezeichnete den Bauersberg gemeinsam mit der Stadt Bischofsheim als „Teil des Paradieses“. Er dankte dem Landkreis sowie der Bayerischen Staatsregierung für deren Unterstützung, die diese positive Entwicklung erst möglich gemacht habe.
Für einen besonderen Überraschungsmoment sorgte eine weitere erfreuliche Nachricht: Daniel Friedrich nahm im Rahmen der Veranstaltung aus den Händen von Herrn Heil die Urkunde zur offiziellen Aufnahme des Bildungszentrums und Schullandheimes Thüringer Hütte in das Schullandheimwerk Bayern entgegen. Damit sei das Rhöniversum nach den vergangenen Veränderungen wieder vollständig und verfüge nun wieder über seine drei Häuser. Ein bedeutender Schritt, der von den Anwesenden mit großer Freude aufgenommen wurde.
Mit der Ernennung zur Umweltstation beginnt für den Bauersberg ein neues Kapitel. Die Einrichtung soll künftig als zentraler Lern- und Erlebnisort für Bildung für nachhaltige Entwicklung wirken und Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft der Rhön auf vielfältige Weise näherbringen.
