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Gelungene Integration durch Arbeit

Wie Integration im Alltag gelingen kann, zeigt ein Beispiel aus dem Bauhof der Stadt Mellrichstadt. Dort leisten Asylbewerber im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten nach § 5 des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) einen Beitrag zum Gemeinwohl. Gleichzeitig sammeln sie praktische Erfahrungen, verbessern ihre Deutschkenntnisse und werden Teil eines funktionierenden Teams. Die positiven Erfahrungen sollen auch anderen Kommunen im Landkreis Rhön-Grabfeld Mut machen, vergleichbare Projekte umzusetzen.

Seit 2025 können Arbeitsgelegenheiten nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz flächendeckend angeboten werden. Sie richten sich an Asylbewerber im laufenden Asylverfahren, Geduldete sowie vollziehbar ausreisepflichtige Ausländer. Die Tätigkeiten dienen dem Gemeinwohl, sind auf bis zu 20 Wochenstunden begrenzt und werden mit einer gesetzlich festgelegten Aufwandsentschädigung von 80 Cent pro Stunde vergütet, die vom Freistaat Bayern getragen und nicht auf die Sozialleistungen angerechnet wird.

Bildunterschrift: Sissoku Sekon Franck Abdala aus der Elfenbeinküste packt im Mellrichstädter Bauhof an.

Die Stadt Mellrichstadt hat diese Möglichkeit frühzeitig genutzt und beschäftigt seitdem Asylbewerber im städtischen Bauhof. Bürgermeister Michael Kraus sieht darin einen Gewinn für alle Beteiligten. So könne den Menschen eine sinnvolle Beschäftigung ermöglicht werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass Integration im Arbeitsalltag funktionieren könne.

Auch im Bauhof in Mellrichstadt fällt das Fazit positiv aus. Die Mitarbeitenden übernehmen unter anderem Pflegearbeiten an öffentlichen Grünanlagen und unterstützen das Bauhofteam bei verschiedenen Aufgaben. Die Verantwortlichen vor Ort loben insbesondere die Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und Motivation der Beschäftigten. Gleichzeitig zeige sich, dass der tägliche Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen den Spracherwerb fördere und Berührungsängste auf beiden Seiten abbauen könne.

Das Sozialamt des Landkreises Rhön-Grabfeld begleitet die Umsetzung der Arbeitsgelegenheiten. Die Erfahrungen in Mellrichstadt zeigen, dass solche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten und gleichzeitig die Kommunen bei gemeinwohlorientierten Aufgaben unterstützen.

Der Landkreis möchte deshalb weitere Städte und Gemeinden ermutigen, die Möglichkeiten des § 5 Asylbewerberleistungsgesetzes zu nutzen. Interessierte Kommunen können sich an das Sozialamt des Landratsamtes Rhön-Grabfeld wenden, welches bei Fragen zu den rechtlichen Voraussetzungen und zur Umsetzung der Arbeitsgelegenheiten berät und unterstützt.

Kontakt zum Sozialamt des Landkreises Rhön-Grabfeld:

Telefon: 09771 / 94-221 bzw. E-Mail: juergen.marschall(at)rhoen-grabfeld.de
 

Bildunterschrift: (Von links) Rainer Graumann und Manfred Reder vom Mellrichstädter Bauhof freuen sich über das gelungene Integrationsprojekt, über welches Sissoku Sekon Franck Abdala aus der Elfenbeinküste dort mitarbeitet. Das gilt auch für Bürgermeister Michael Kraus (rechts).

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