Senioren (Kopie 1)
Die Tatsache einer älter werdenden Gesellschaft betrifft auch unseren Landkreis. Doch hat sich die gesellschaftliche Vorstellung vom Alter und das Selbstverständnis älterer Menschen in den letzten Jahren stark gewandelt. Ältere Menschen sind aktiv, nehmen am gesellschaftlichen Leben teil und gestalten es mit.
Älter werden kann aber auch bedeuten, dass möglicherweise Handgriffe und Erledigungen im Alltag schwerer fallen, Hilfe und Unterstützung oder auch Pflege notwendig werden.
Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Amt für Senioren und Menschen mit Behinderung für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises eine zentrale Anlaufstelle rund um das Thema Senioren-, Pflege- und Behindertenarbeit geschaffen. Unser Anspruch ist es, sowohl Angebote für eine aktive, gesunde Lebensführung als auch ergänzende Unterstützungs- und Pflegeangebote im Alter zu etablieren bzw. auszubauen.
TIPP: Unter Wissenswertes (siehe unten) finden Sie sowohl unser Gesamtkonzept für Menschen im Alter und mit Handicaps als auch die Förderung von Seniorenveranstaltungen.
Ergebnisse zur Bürgerbefragung zur Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes
Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat die Bürgerbefragung zur Fortschreibung seines Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes in Zusammenarbeit mit dem BASIS Institut erfolgreich abgeschlossen. Von insgesamt 3.000 angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern ab 70 Jahren haben 1.498 Befragte den Fragebogen ausgefüllt. Das entspricht einer erfreulichen Rücklaufquote von 49,9%.
Die Auswertungen liefern interessante Einblicke: So zeigt sich unter anderem, dass die Digitalisierung bei den Befragten deutlich voranschreitet und das Internet vielseitig genutzt wird. Gleichzeitig bleiben klassische Medien wie Tageszeitungen und Gemeindeblätter weiterhin von großer Bedeutung. Außerdem wurde deutlich, dass bislang nur ein geringer Teil der Befragten ehrenamtliche Unterstützungsangebote in Anspruch nimmt. Die Bereitschaft hierzu ist jedoch gegeben.

Die Ergebnisse werden in naher Zukunft mit einem lokalen Expertengremium diskutiert, um entsprechend abgeleitete Handlungsempfehlungen in die Fortschreibung des Gesamtkonzeptes einfließen zu lassen.
Online-Gemeindebefragung zum Seniorenpolitischen Gesamtkonzept
Im Rahmen der Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Landkreises Rhön-Grabfeld wurde ergänzend zur schriftlichen Seniorenbefragung eine Online-Gemeindebefragung durchgeführt. Ziel war es, die Sichtweisen und Einschätzungen der Städte, Märkte und Gemeinden zu den Lebensbedingungen älterer Menschen sowie zu bestehenden Angeboten und zukünftigen Handlungsbedarfen zu erfassen.
Die Resonanz auf die Befragung war außerordentlich erfreulich: Bis auf eine Kommune haben sich alle Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises beteiligt und den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Die hohe Beteiligung unterstreicht das große Engagement der Kommunen für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik und liefert eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes.
Die Ergebnisse der Gemeindebefragung werden nun gemeinsam mit den Erkenntnissen aus der Seniorenbefragung ausgewertet und fließen in die Fortschreibung des Konzeptes ein. Ziel ist es, auch künftig bedarfsgerechte Angebote und gute Rahmenbedingungen für ältere Menschen im Landkreis Rhön-Grabfeld zu schaffen.
Bei Fragen steht die Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung gerne zur Verfügung: Eileen Schmidt (09771 94-158) und Veronika Enders (09771 94-433).
- Hier geht´s zu den Ergebnissen der Gemeinde Online-Befragung pdf | 244,98 KB
Die Fachstelle des Landkreises Rhön-Grabfeld beschäftigt sich mit Aufgaben, Themen und Fragestellungen, die sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für ältere Menschen relevant sind. Darüber hinaus ist sie eine wichtige Beratungs- und Anlaufstelle für unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.
Was macht die Fachstelle?
- Erstellung des Gesamtkonzeptes für Menschen im Alter und mit Handicaps
- Herausgabe des Seniorenratgebers
- Zusammenarbeit, Schulung und Vernetzung der gemeindlichen Behinderten- und Seniorenbeauftragten
- Organisation öffentlicher Informationsveranstaltungen
- Gremienarbeit und Netzwerkmanagement
- Beratung und Öffentlichkeitsarbeit in Demografie-, Behinderten- und Seniorenfragen
Im Juni 2026 wurde Karola Back durch den Kreistag zur ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten des Landkreises Rhön- Grabfeld gewählt.

So erreichen Sie Frau Back:
Tel: 09771 94 433 Mail: seniorenbeauftragte@rhoen-grabfeld.de
Wie sieht die Seniorenbeauftragte ihre Aufgabe selbst
Der Auftrag der Seniorenbeauftragten ist es, für die Belange der älteren Menschen einzustehen und die lokale Seniorenpolitik mitzugestalten.Im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt es viele bewährte Entwicklungen. Diese müssen unbedingt fortgesetzt werden.
Darüber hinaus ist es mir ein Herzensanliegen, dass wir im Landkreis gemeinsam mit allen Akteuren durch Prävention weiterhin alles daran setzen die Bevölkerung zu erreichen, um deren Gesundheitskompetenz weiter zu fördern, bevor Krankheit oder Pflegebedürftigkeit entsteht,
Ein Hauptaugenmerk möchte ich hier auf die Hochbetagten legen, die oft wegen mangelnder Teilhabe-Beteiligung durchs Raster fallen.
Gleichzeitig sollen weiterhin Maßnahmen ergriffen werden Krankheitsverläufe zu stabilisieren, zu verbessern sowie Alltagskompetenz zu erhalten.
Ebenso wichtig ist es, dass die pflegenden Angehörigen unterstützt werden.
Warum in der Seniorenpolitik unseres Landkreises großer Handlungsbedarf besteht
Die Lebenserwartung in Bayern beträgt heute: 83,5 Jahre für neugeborene Mädchen und 78,9 Jahre für neugeborene Buben. Wer heute 67 Jahre alt ist, hat durchschnittlich noch 19 Jahre (Frauen) oder 16 Jahre (Männer) vor sich. Viele Jahre die es so gut wie möglich zu gestalten gilt.
Neben der Lebenserwartung selbst, ist die Zahl der gesunden Lebensjahre entscheidend. Zwischen 1999 und 2023 hat sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Bayern mehr als verdoppelt. Frauen verbringen rund 6% ihres Lebens in Pflegebedürftigkeit, Männer 4%.
Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat 78.770 Einwohner (stand 31. März 2026) aufgeteilt in 37 Gemeinden mit einem Altersdurchschnitt der über 65-Jährigen bei rund 24% (aufgeteilt in ca. 15,3% für die 65- bis 79-Jährigen, der Anteil ab über 80 Jahre ist ca. 7,3%).
Im Landkreis Rhön Grabfeld wird laut seniorenpolitischem Gesamtkonzept die Zahl der Pflegebedürftigen von 5531 (2025) auf 7829 (2050) ansteigen. Es gibt keine einzelnen Maßnahmen wie man mehr Gesundheit für alle erreichen kann, aber es gibt eine Vielzahl von Ansatzpunkten bzw. Angeboten.
Mögliche Handlungsfelder der Seniorenbeauftragten
Um Doppelstrukturen zu vermeiden ist es notwendig bestehende Gesundheits- Pflege- Präventions- und Wohnangebote zu analysieren, Versorgungslücken zu identifizieren und daraus resultierend neue Angebote zu schaffen bzw. bestehende Angebote zusammen mit den Akteuren vor Ort zu erweitern.
Ausbau häuslicher Hilfen
- Häusliche Versorgung
- Soziale Begleitung
- Motorisches Training bzw. Gymnastik für Senioren
- Nachstationäre Hausbesuche
- Betreuungsgruppen
Durch die häuslichen Hilfen müssen viele Hochbetagte (noch) nicht in ein Pflegeheim und können länger zu Hause wohnen. Die Ehrenamtlichen erkennen früher Indikationen für Krisen (zum Beispiel, Sturzneigung, Beinödeme, Gewichtsabnahme, Blutdruckveränderungen) und sorgen für eine rechtzeitige Intervention durch den Hausarzt. So kann auch die Zahl der stationären Aufenthalte vermindert werden.
Regelmäßiges Motorisches Training oder Gymnastik erhält die Mobilität länger.
Unterstützung pflegender Angehöriger
- Beratung, Enlastung und Vermittlung bon Hilfsangeboten
Seniorengerechte Wohnformen
- Unterstützung beim Ausbau
- Wohnraumberatung stärken
Schulungen für Bürgerinnen und Bürger
- Mobilitäts- und Digitaltraining
- Messen von Vitalzeichen
- Vorbereitung auf Katastrophenfälle
Angebote für besondere Zielgruppen
- z. B. Menschen mit Demenz und Anghörige
- Bestehende Angebote bekannter und besser zugänglich machen
- Angebote stärken und vernetzten
Hier finden Sie eine Übersicht wichtiger Broschüren des Landkreisen Rhön-Grabfeld
Sie können den Seniorenratgeber online anschauen.
Einfach auf das Titelbild klicken:
Gemeinsam geht es besser
Ob Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung, Pflegestützpunkt, Gesundheitsregion Plus, Fachstelle für pflegende Angehörige, Landrätin, Kreisrätinnen und Kreisräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Seniorenbeauftragte vor Ort, soziale Träger, Medizin, ambulante Pflegedienste, Senioreneinrichtungen, Vereine vor Ort, Ehrenamt, Angehörige und die Betroffenen selbst.
Wir alle sind ein wichtiger Bestandteil unseres Landkreises und unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Wir ALLE sind aufgefordert etwas für unsere sorgende Gemeinschaft zu tun.
Werdegang
Beruflicher Werdegang der Seniorenbeauftragten
Ausbildung zur Krankenschwester
Weiterqualifikation zur Stationsleitung, zur Pflegedienstleitung und zur Heimleitung
Stationsleitung und stellv. Pflegedienstleitung Klinik Michelsberg
Pflegedienstleitung Kreiskrankenhaus Mellrichstadt
Heimleitung Juliusspital Senioren- und Pflegeheim Münnerstadt und Betreutes Wohnen St. Michael
Pflegefachkraft bei der Regierung von Unterfranken bis heute
Politischer Werdegang
2014 bis 2020 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Strahlungen
Ab 2020 bis heute Kreisrätin Landkreis Rhön Grabfeld
Ab 2025 Vorsitzende der Frauen-Union Kreisverband Rhön-Grabfeld
Ab Juni 2026 Seniorenbeauftragte Landkreis Rhön Grabfeld
Die Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung legt regelmäßig die Broschüre „Älter werden im Landkreis Rhön-Grabfeld“ auf. Hier finden Sie die überarbeitete und immer aktuelle 8. Auflage des Seniorenratgebers und Wegweisers für Angehörige für den Landkreis Rhön-Grabfeld.
Sie können den Seniorenratgeber online anschauen.
Einfach auf das Titelbild klicken:
- Seniorenratgeber Auflage 8 pdf | 9,33 MB
Unser Ratgeber bietet sowohl für Seniorinnen und Senioren, die sich als Gäste oder Neubürger für den Landkreis Rhön-Grabfeld interessieren, als auch für ältere Mitbürger, die schon länger im Landkreis wohnen, zahlreiche Anregungen und Hinweise.
Sie finden dort Informationen zu den Bereichen
- Aktiv und fit im Alter,
- finanzielle Hilfen und Vergünstigungen,
- Beratung – Information – Selbsthilfe,
- Unterstützung im Alltag,
- Wohnen im Alter,
- Vorsorge für das Alter,
- Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit und Demenz,
- Palliativ- und Hospizversorgung.
Tipp: Gedruckte Exemplare können Sie beim Pflegestützpunkt anfordern:
Tel.: 09771 94 129 oder per Email: pflegestuetzpunkt(at)rhoen-grabfeld.de
Sie haben Anregungen zur Broschüre? Dann lassen Sie es uns wissen!
Gesamtkonzept für Menschen im Alter und mit Handicaps
Der demografische Wandel stellt unseren Landkreis mit seinen Städten und Gemeinden vor große Herausforderungen. Es sollen passgenaue Strukturen und Angebote entwickelt werden, damit die älteren Bürgerinnen und Bürger möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung verbleiben können.
Unter der Federführung der Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung hat der Landkreis Rhön-Grabfeld deshalb ein Gesamtkonzept für Menschen im Alter und mit Handicaps, das als Grundlage für die zukünftige Planung, Steuerung und Weiterentwicklung der Angebote im Bereich der Behindertenarbeit und der Altenhilfe im Landkreis dienen soll, erstellt. Gegliedert nach fünf Handlungsfeldern beschränkt es sich nicht nur auf den Bereich Pflege und Betreuung, sondern bezieht sämtliche Lebensbereiche der älteren und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ein.
Die Aussagen und Empfehlungen im Gesamtkonzept sollen Impulse für die künftige Senioren- und Behindertenpolitik des Landkreises und seiner Städte, Märkte und Gemeinden setzen und den politisch Verantwortlichen wie auch der Verwaltung als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage dienen.
Das Gesamtkonzept wird durch ein sogenanntes „Begleitgremium“ in vierteljährlichen Sitzungen weiterbearbeitet und fortgeführt. Die Koordination und das Monitoring obliegt der Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung.
- Gesamtkonzept & Pflegebedarfsplanung für Menschen im Alter und mit Handicaps pdf | 13,12 MB
Förderrichtlinie Altenhilfe
Der Landkreis Rhön-Grabfeld gewährt Zuschüsse für die Durchführung von Veranstaltungen, die der Geselligkeit, der Unterhaltung, der Bildung oder den kulturellen Bedürfnissen alter Menschen dienen. Als förderfähig gelten:
- Seniorennachmittage oder Abendveranstaltungen. Hierunter können beispielsweise auch Weihnachtsfeiern oder Faschingsveranstaltungen fallen.
- Halbtages-, Ganztages- oder Mehrtagesfahrten, bei denen ein (Bus)Transfer erforderlich ist.
Zuschussfähig sind jeweils ein(e) Seniorennachmittag/Abendveranstaltung und Ausflugsfahrt pro Veranstalter und Jahr, wobei insbesondere die Verbände der freien Wohlfahrtspflege und ihnen angeschlossene Organisationen, die Gemeinden und Städte, Vereine, organisierte Seniorenkreise und -clubs sowie die Senioren- und Behindertenbeauftragten der Gemeinden, Städte und des Landkreises antragsberechtigt sind.
- LRA Förderung Seniorenveranstaltungen pdf | 2,30 MB
Nachbarschaftshilfen im Landkreis Rhön-Grabfeld
Im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt es zahlreiche Nachbarschaftshilfen, die Unterstützung in folgenden Bereichen anbieten:
- Fahrdienste
- Gespräche
- Informationen (Formulare, Wegweiser)
- Botengänge, Einkäufe
- Hilfen rund ums Haus
- Spaziergänge
- Urlaubsdienste, etc.
- Nachbarschaftshilfen pdf | 406,11 KB
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