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Neuigkeiten

Vollständiger Glasfaser-Ausbau des Gemeindegebietes von Saal a. d. Saale sichergestellt

Der Markt Saal a. d. Saale hat die sich bietenden Fördermöglichkeiten für den Glasfaser-Ausbau bislang stets konsequent genutzt. Zwischenzeitlich sind bereits mehr als 90 Prozent aller Adressen im Gemeindegebiet mit einem Glasfaser-Hausanschluss an das Internet angebunden. Von den Ausbauplänen ausgenommen waren zuletzt nur noch 52 Adressen im süd-westlichen Ortsbereich von Saal a. d. Saale, da dieses Gebiet aufgrund seiner guten Versorgung (> 100 Mbit/s im Downstream) als nicht förderfähig galt.

Diese förderrechtliche Einschränkung ist durch den Erlass der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 im Jahr 2023 weggefallen. Im Rahmen des Förderaufrufes aus dem Jahr 2023 wurde der Antrag der Marktgemeinde jedoch aufgrund der sehr hohen Überzeichnung des Programms leider nicht berücksichtigt.

Der Markt Saal a. d. Saale hat jedoch nicht aufgegeben und im folgenden Förderaufruf auf Grundlage des im Jahr 2024 erstmalig eingeführten Lückenschluss-Pilotprogramms einen weiteren Antrag eingereicht. Da die Fördermittel im Lückenschluss-Programm nach dem Windhundprinzip vergeben werden und der Markt Saal a. d. Saale sehr frühzeitig gehandelt hat, wurden die Fördermittel zum Ausbau des süd-westlichen Ortsbereiches von Saal a. d. Saale im November 2024 bewilligt. Nach einer Verfahrensdauer von rund eineinhalb Jahren konnte kürzlich auch der Vertrag für den finalen Ausbauabschnitt unterzeichnet werden.

Weitere Investitionsmaßnahme erforderlich

Im Rahmen des durchgeführten Auswahlverfahrens hat die Telekom Deutschland GmbH das wirtschaftlichste Ausbauangebot eingereicht. Für den Ausbau der bislang unberücksichtigten 52 Adressen müssen weitere elf Kilometer Glasfaserkabel verlegt und vier weitere Netzverteiler aufgebaut werden. Die Wirtschaftlichkeitslücke für den finalen Ausbauabschnitt liegt bei 220.000 Euro. Nach dem Abzug der Fördermittel des Bundes in Höhe von 132.000 Euro und des Freistaates Bayern in Höhe von 66.000 Euro muss der Markt Saal a. d. Saale selbst noch Eigenmittel in Höhe von 22.000 Euro aufbringen.

Bestmögliche digitale Infrastruktur bieten

Obwohl der gemeindliche Haushalt durch diese weitere geförderte Ausbaumaßnahme nicht unerheblich belastet wird, war der Marktgemeinderat stets von der Wichtigkeit dieser Maßnahme überzeugt. Bürgermeisterin Cornelia Dahinten erläuterte, dass der bereits aktuell sehr hohe Stellenwert einer hochbitratigen Datenanbindung nach ihrer Einschätzung in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird: „Es ist mir ein großes Anliegen, dass an allen Adressen im Gemeindegebiet des Marktes Saal a. d. Saale gigabitfähige Anschlüsse zur Verfügung stehen.“ Die Durchführung des finalen Ausbauabschnittes sei zudem auch im Hinblick auf die Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger außerordentlich wichtig.

Zusammenarbeit mit der Telekom Deutschland GmbH wird fortgesetzt

Thomas Andreas Hofmann von der Telekom brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Markt Saal a. d. Saale seinem Unternehmen auch bei der Durchführung der finalen geförderten Ausbaumaßnahme das Vertrauen schenkt. Er lobte das seit Jahren sehr große Engagement der Marktgemeinde beim Ausbau der Breitbandversorgung.

Abschließend führte Hofmann noch aus, dass durch den Einsatz der vollständig auf Glasfasertechnologie basierenden Netze künftig auch der Stromverbrauch für den laufenden Betrieb signifikant gesenkt wird. Die passiven Glasfaser-Netzverteiler benötigen nämlich keine eigene Stromversorgung und Klimatisierung.

Ankündigung von weiteren Ausbauverträgen auf Grundlage der Gigabit-Richtlinie 2.0

Der Projektverantwortliche von Seiten des Landkreises Rhön-Grabfeld, Frank Reichert, freute sich über den weiteren Vertragsabschluss auf Grundlage der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 und den sichergestellten Vollausbau einer weiteren Kommune mit Glasfaser-Hausanschlüssen. Er bedankte sich für die Unterstützung beim Vollzug des Förder- und Vergabeverfahrens bei Günther Pichlmaier von der Corwese GmbH, Dr. Matthias Freund von der Rechtsanwaltskanzlei Muth & Partner aus Fulda und Max Büttner von der Verwaltungsgemeinschaft Saal a. d. Saale. Weiterhin kündigte er an, dass in den kommenden Wochen noch weitere Ausbauverträge auf Grundlage dieser Richtlinie unterzeichnet werden.

„Gemeinsam mit unseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind wir auf einem sehr guten Weg zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl der Glasfaser-Hausanschlüsse innerhalb unseres Landkreises“, so Frank Reichert. Mittelfristig sollen an allen Adressen im Landkreis Rhön-Grabfeld gigabitfähige Anschlüsse verfügbar sein. Die Ausbaumöglichkeiten sind jedoch stark von den individuellen Gegebenheiten in den jeweiligen Kommunen und hier insbesondere der bereits bestehenden Versorgung abhängig.

Bildunterschrift: Über den Abschluss des Ausbauvertrages mit der Telekom Deutschland GmbH freuen sich (von links): Max Büttner (Verwaltungsgemeinschaft Saal a. d. Saale | Bauamt), Cornelia Dahinten (1. Bürgermeisterin des Marktes Saal a. d. Saale), Thomas Andreas Hofmann (Deutsche Telekom Technik GmbH) und Frank Reichert (Landkreis Rhön-Grabfeld | Kreisentwicklung). Foto: Björn Hein (Verwaltungsgemeinschaft Saal a. d. Saale)

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