Mit dem offiziellen Spatenstich hat der letzte Bauabschnitt zum vollständigen Glasfaserausbau des gesamten Stadtgebietes der Stadt Ostheim v. d. Rhön begonnen. In den kommenden Monaten stellt die GlasfaserPlus GmbH rund 250 weitere Glasfaser-Hausanschlüsse in Urspringen sowie in den Außenbereichen des Stadtgebietes her. Bislang noch unentschlossene Eigentümer werden dazu aufgerufen, sich jetzt noch den kostenfreien Anschluss zu sichern.
Langer Atem für ein digitales Mammutprojekt
Bereits seit dem Jahr 2017 bemüht sich die Stadt Ostheim v. d. Rhön gemeinsam mit dem Landkreis Rhön-Grabfeld um einen Ausbau ihres Stadtgebietes mit Glasfaser-Hausanschlüssen. Die Ausbaugebiete wurden jedoch stets durch laufend angepasste Vorgaben zur Förderfähigkeit der Adressen bzw. begrenzte Maximalförderbeträge limitiert.
Nicht immer hatten alle Gebäudeeigentümer Verständnis für diese förderrechtlichen Begrenzungen. Rückblickend mussten auf dem Weg zum FttH-Vollausbau insgesamt fünf Förderverfahren auf Basis von drei verschiedenen Förderrichtlinien durchlaufen werden. Alle Beteiligten haben sehr viel Durchhaltevermögen bewiesen und sich immer wieder an die neuen förderrechtlichen Vorgaben angepasst.
Alleine für die Umsetzung der fünf geförderten Ausbaumaßnahmen sind bzw. werden Investitionskosten von mehr als acht Millionen Euro anfallen. Hinzu kommt das eigenwirtschaftliche Ausbauprojekt der GlasfaserPlus GmbH im Innenstadtbereich von Ostheim v. d. Rhön, für dessen Realisierung bei der Stadt Ostheim v. d. Rhön keine Kosten entstehen. Bis zum Abschluss des finalen Ausbauprojektes wird die Stadt Ostheim v. d. Rhön Eigenmittel in Höhe von rund 700.000 Euro in die digitale Infrastruktur investieren.
Finanzierung des finalen Bauabschnitts über Bundes- und Landesförderung
Obwohl der geförderte Ausbau nach der Bayerischen Gigabitrichtlinie durch die Telekom und das eigenwirtschaftliche Ausbauprojekt der GlasfaserPlus GmbH noch nicht vollständig abgeschlossen sind, hat jetzt auch die bauliche Umsetzung des Förderprojektes nach der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 begonnen. Für diesen letzten Ausbauschritt werden nochmals rund 2,75 Millionen Euro investiert. Finanziert wird das Vorhaben durch prognostizierte Netzerlöse der GlasfaserPlus GmbH, die bewilligten Bundesmittel nach der Gigabit-RL 2.0 (1,26 Millionen Euro) und die ergänzenden Fördermittel des Freistaates Bayern (630.000 Euro).
Die Stadt Ostheim v. d. Rhön trägt einen Eigenanteil von rund 210.000 Euro. Im Zuge dieser finalen Ausbaumaßnahme verlegt die GlasfaserPlus GmbH weitere 64 Kilometer Glasfaser-Kabel und errichtet zehn neue Glasfaser-Netzverteiler.
Gleichbehandlung und beste Infrastruktur im Fokus
„Ein vollständiger Ausbau des gesamten Stadtgebietes mit der bestmöglichen Übertragungstechnik ist mir auch im Hinblick auf die Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger außerordentlich wichtig“, betont Ostheims 1. Bürgermeister Steffen Malzer. „Eine zukunftssichere digitale Infrastruktur ist bereits heute unverzichtbar und wird in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen.“
Weiterhin warb Malzer um Verständnis für die verkehrsmäßigen Einschränkungen während der Umsetzung der Ausbaumaßnahme. Der Glasfaserausbau ist das größte Infrastrukturprojekt im laufenden Jahrzehnt. Letztendlich müssen zur Verlegung der Speedpipes sämtliche Gehwege und teilweise auch Straßen geöffnet werden. Obwohl die beteiligten Bauunternehmen sehr zügig arbeiten, lassen sich Sperrungen und andere Einschränkungen leider nicht vermeiden.
Zusammenarbeit mit der Telekom / GlasfaserPlus GmbH wird fortgesetzt
Thomas Andreas Hofmann von der Deutsche Telekom Technik GmbH, der die GlasfaserPlus GmbH bei diesem Termin vertrat, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Stadt Ostheim v. d. Rhön der GlasfaserPlus GmbH (ein Gemeinschaftsunternehmen von Telekom und IFM Investors) auch bei der finalen geförderten Ausbaumaßnahme ihr Vertrauen schenkt.
Weiterhin appelliert Hofmann an die bislang noch Unentschlossenen: „Wer die Zustimmung für den Anschluss seiner Immobilie bisher noch nicht erteilt hat, sollte dies jetzt zügig nachholen. Ansonsten führt die Glasfaser später lediglich am Haus vorbei.“ Das neue Netz ist zudem besonders nachhaltig: Die passiven Netzverteiler benötigen weder eine eigene Stromversorgung noch eine Klimatisierung, was den Energieverbrauch im Betrieb signifikant senkt.
Ausbauarbeiten werden von der T-F-E Bau GmbH aus Haina (Römhild) und der CT Tiefbau GmbH durchgeführt
Den Auftrag für die Umsetzung des letzten Ausbauabschnittes hat die T-F-E Bau GmbH aus Haina (Römhild) erhalten. Diese wird bei den Tiefbauarbeiten durch die CT Tiefbau GmbH unterstützt. Entsprechend der aktuellen Planung wird das Ausbauprojekt bis spätestens September 2027 vollständig abgeschlossen.
Benjamin Risch (Projektleiter Tiefbau der T-F-E Bau GmbH) erläuterte, dass die Ausbauarbeiten zügig umgesetzt und in überschaubaren Bauabschnitten durchgeführt werden. „Dadurch möchten wir die Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich halten“, so Risch. Der zuständige Bauleiter Christian Schübel (T-F-E Bau GmbH) ergänzte, dass ihm und seinen Mitarbeitern die Kommunikation mit den Eigentümern der auszubauenden Anwesen sehr wichtig ist. Mit jedem Grundstückseigentümer, der seinen Anschluss bestellt hat, wird der Leitungsweg konkret abgestimmt.
Hotline für Fragen oder Beschwerden zur Baudurchführung
Für eventuelle Fragen oder Beschwerden der betroffenen Grundstückseigentümer zur Baudurchführung wurde eine Telefon-Hotline (0931 / 7802 3571) eingerichtet. Diese ist Montag, Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr erreichbar.
Wichtiger Meilenstein für die landkreisweite Breitband-Strategie
Frank Reichert von der Kreisentwicklung des Landkreises Rhön-Grabfeld freute sich gemeinsam mit allen Beteiligten über den Baustart und bedankte sich bei der Corwese GmbH, der Kanzlei Muth & Partner sowie bei der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim v. d. Rhön für die Unterstützung im durchgeführten Förderverfahren. Aus Sicht des Landkreises ist der vollständige Ausbau des Stadtgebietes der Stadt Ostheim v. d. Rhön ein sehr wichtiger Baustein in der Gesamtstrategie.
„Gemeinsam mit unseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind wir auf einem sehr guten Weg zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl der Glasfaser-Hausanschlüsse innerhalb unseres Landkreises“, so Reichert. Das erklärte Ziel des Landkreises Rhön-Grabfeld bleibt klar: In absehbarer Zeit sollen an möglichst allen Adressen im Kreisgebiet gigabitfähige Anschlüsse verfügbar sein.

Bildunterschrift: Über den offiziellen Spatenstich und den Start der Bauarbeiten für den finalen Ausbauabschnitt im Stadtgebiet der Stadt Ostheim v. d. Rhön freuen sich (von links): Roman Schubert (Deutsche Telekom Technik GmbH | Bauüberwachung), Jiyan Tavan (CT Tiefbau GmbH), Aziz Ceulik (CT Tiefbau GmbH), Frank Reichert (Landkreis Rhön-Grabfeld | Kreisentwicklung), Thomas Andreas Hofmann (Deutsche Telekom Technik GmbH | Kommunalberater Glasfaser), Günther Pichlmaier (Corwese GmbH), Steffen Malzer (1. Bürgermeister der Stadt Ostheim v. d. Rhön), Christian Schübel (T-F-E Bau GmbH | Bauleiter) und Benjamin Risch (T-F-E Bau GmbH | Projektleiter Tiefbau). Foto: Tobias Seufert (Gemeinde Bastheim)