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Neuigkeiten

Weiterer Abbau von Industriearbeitsplätzen in Bad Neustadt

Heute, Mittwoch, 14.01.2026, haben die Verantwortlichen der Firma Valeo den Bürgermeister von Bad Neustadt, Michael Werner, und Landrat Thomas Habermann darüber informiert, dass nach der bereits erfolgten Teilwerksschließung und der Verlagerung der Produktion das endgültige Aus für den Valeo-Standort in Bad Neustadt Mitte des Jahres 2026 erfolgen wird.

Nach dem bereits erfolgten Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen vor zwei Jahren verlieren nun die verbliebenen 190 Mitarbeitenden bei Valeo ihren Arbeitsplatz in Bad Neustadt. 40 Mitarbeitenden wird voraussichtlich ein Arbeitsplatzangebot am Standort Erlangen gemacht werden.

Das ist ein schwerer Schlag für den Industriestandort Rhön-Grabfeld und die erste Bayerische Modellstadt für Elektromobilität Bad Neustadt. Diese Entscheidung wird begründet mit der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit von Produktion und Forschung und Entwicklung am Standort Bad Neustadt. Dies ist ein harter Schlag für die äußerst engagierten Beschäftigten am hiesigen Standort.

Mehr als bedauerlich ist, dass im Vorfeld dieser Entscheidung mit den Verantwortlichen im Unternehmen vor Ort sowie den regionalen Verantwortlichen nicht kommuniziert und gemeinsam nach guten Lösungen für die Fortführung des Betriebs von Valeo in Bad Neustadt gesucht wurde.

„Ich stehe bereits mit dem Betriebsrat von Valeo, der IG Metall Schweinfurt, der Stadt Bad Neustadt und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium in engem Austausch“, erklärt Landrat Thomas Habermann.

Der schleichende Abbau von Industriearbeitsplätzen im Bereich Automotive und Maschinenbau erfordert gewaltige Gegenanstrengungen bundesweit, von der Bayerischen Staatsregierung, den Verantwortlichen vor Ort und den Beschäftigten.  

Das stellt auch einen Schlag gegen den ländlichen Raum in Bayern dar. Die schon begonnene Deindustrialisierung im ländlichen Raum kann nicht durch Bemühungen der Entwicklung im Bereich der Hightech-Industrie, sowohl bei Forschung- und Entwicklung, wie auch bei Produktion in den Ballungszentren kompensiert werden.

„Wir werden mit aller Kraft nach zeitnahen Zukunftsperspektiven für die betroffenen Beschäftigten suchen - gemeinsam mit dem Betriebsrat, der Gewerkschaft und der Bayerischen Staatsregierung“, betont Landrat Habermann. Man befinde sich bereits in enger Kommunikation.

Es geht um die Zukunft der Menschen in unserer Region. 

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