Wie lässt sich der eigene Haushalt so organisieren, dass man auch in Ausnahmesituationen gut versorgt ist? Antworten auf diese Frage gibt eine neue Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Rhön-Grabfeld. Diese ist bis Ende April kostenfrei zu den üblichen Öffnungszeiten zugänglich.
Unter dem Titel „Ernährungsnotfallvorsorge & Bevölkerungsschutz zur Selbstvorsorge und in Krisenzeiten“ informieren das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) anschaulich und praxisnah.
Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Clevere Kiste“. Sie zeigt beispielhaft, welche Lebensmittel eine Person für etwa drei Tage zu Hause bereithalten sollte. Ergänzt wird die Darstellung durch Infomaterialien, praktische Tipps und einen Vorratskalkulator. Besucherinnen und Besucher können damit unkompliziert ermitteln, welche Mengen für den eigenen Haushalt sinnvoll sind.
Alltagstaugliche Vorsorge im Fokus
Ziel der Ausstellung ist es, für eine durchdachte Vorratshaltung zu sensibilisieren und gleichzeitig Hemmschwellen abzubauen. Es geht nicht um umfangreiche Vorratslager, sondern um eine einfache, alltagstaugliche Vorbereitung. Denn Situationen, in denen man das Haus vorübergehend nicht verlassen kann, entstehen schneller als gedacht - etwa bei Krankheit, einem Stromausfall oder extremen Wetterlagen. „Entsprechend vorbereitet zu sein, bereitet einem selbst ein gutes Gefühl“, erklärt Oliver Kröner, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtshaft und Forsten Bad Neustadt.
Neben Lebensmitteln werden auch praktische Hilfsmittel vorgestellt: Solarlaternen, Campingkocher oder Radios mit Kurbel- oder Batteriebetrieb. Sie ermöglichen eine grundlegende Versorgung mit Licht, Information und warmen Mahlzeiten. Und das auch unabhängig von Strom- und Gasnetz.
Die Ausstellung macht deutlich: Mit überschaubarem Aufwand lässt sich die eigene Versorgungssicherheit spürbar erhöhen. Denn Elias Holzheimer, stellvertretender Leiter Rettungsdienst des BRK, Kreisverband Rhön-Grabfeld, betont: „Die größte Unterstützung im Bereich Vorsorge kann uns durch eine gesteigerte Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung entgegengebracht werden.“
Kostenfreie Informationen zum Mitnehmen
Ergänzend liegen Broschüren des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus aus, die kostenfrei mitgenommen werden kann. Sie bietet weiterführende Hinweise und Checklisten für die persönliche Vorsorge.
Hintergrund: Versorgung sichern - auch für besondere Lagen
Die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung ist Teil der staatlichen Daseinsvorsorge. In Bayern sind hierfür das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, die Bezirksregierungen sowie die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zuständig. Auch am AELF Bad Neustadt ist ein entsprechendes Team eingerichtet.

Bildunterschrift: Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt (AELF) sowie des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Rhön-Grabfeld (BRK), eröffnete Landrat Thomas Habermann die Ausstellung „Ernährungsnotfallvorsorge & Bevölkerungsschutz“ zur Selbstvorsorge und in Krisenzeiten im Foyer des Landratsamtes Rhön-Grabfeld.
